Mit Jeewi Lee und Phillip C. Reiner
Jeewi Lees künstlerisches Schaffen umfasst Skulpturen, Installationen, Interventionen,
Videoarbeiten und Bildserien, die sich mit Erinnerung, Zeit, Spuren, natürlichen Materialien und Prozessen auseinandersetzen. Ihre Projekte entwickelt sie aus persönlichen Begegnungen, Gesprächen und Recherchen. Ein prägendes Element sind die performativen Spuren und Abdrücke des Alltäglichen sowie das Sammeln und Bewahren von Spuren als Bildelemente. Wahrnehmung hinterfragt Jeewi Lee, indem sie die Aufmerksamkeit auf Unbemerktes, Unbeachtetes und das scheinbar nicht Vorhandene lenkt.
In ihrer Ausstellung Where Fragments Linger by the Sea widmet sich die Künstlerin dem ebenso universellen wie aktuellen Thema „Sand“. In der Ausstellung ist Sand einerseits der künstlerische Werkstoff, aus dem Jeewi Lee Skulpturen und abstrakte Malereien schafft, andererseits stehen einzelne Sandkörner – darunter eines vom Wilhelmshavener Südstrand – als kleine und große Skulpturen im Mittelpunkt. In diesem Prozess mit seinen komplexen geometrischen und konstruktiven Aspekten arbeitet Jeewi Lee mit dem Geometriewissenschaftler Phillip C. Reiner zusammen, mit dem sie ihre Sandskulpturen und Siebdruckbilder entwickelt.
Schon vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung laden Jeewi Lee und Phillip C. Reiner zum Gespräch und Ausstellungsrundgang ein, in dem neben künstlerischen auch wissenschaftliche Fragen im Mittelpunkt stehen.
6 € / 4 €
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Jeewi Lee studierte Malerei an der Universität der Künste Berlin und am Hunter College in New York. 2014 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin an der Universität der Künste Berlin ab und absolvierte 2018 das Postgraduiertenstudium Art in Context ebenfalls an der UdK Berlin.
Jeewi Lees Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen zu sehen: So im Kunstmuseum Stuttgart (2020); Urbane Künste Ruhr, Haltern am See (2021); Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin (2021); Gropius Bau Berlin (2023); Kunsthaus Wien (2024); Neue Nationalgalerie, Berlin (2025); Sea Art Festival – Busan Biennale (2025) u.v.a. In der Kunsthalle Wilhelmshaven wurden ihre Werke in den Ausstellungen By the Sea. Land Art, Performance, Minimal Art (2021) sowie All good things are wild and free. Wandern, pilgern, Spuren finden (2025) gezeigt.
Einzelausstellungen richteten unter anderem der Kunstverein in Hamburg (2020), die Städtische Galerie Ostfildern (2021), die Kunsthalle Recklinghausen (2021) sowie das Deutsche Architektur Zentrum DAZ, Berlin (2023) aus.
2018 war Jeewi Lee Fellow in der Villa Romana, Florenz; 2021 wurde sie mit dem Kunstpreis Junger Westen der Kunsthalle Recklinghausen ausgezeichnet; und 2026 erhält sie den mit einer Ausstellung in der Berlinischen Galerie und einer Publikation verbundenen GASAG Kunstpreis.